Interpret: Giovanna Farigu, Gerd Baltus, Stephan Schad, Maren Eggert, Jürgen Uter
Musik: Robert Schumann
Gesamtspielzeit: 01:20.56
Robert Schumanns "Kinderszenen", ein Zyklus aus 13 kurzen Klavierstücken, schrieben Musikgeschichte. In ihnen spiegelt sich die Kindheit aus Sicht eines Erwachsenen - ein Motiv, zu dem sich Schumann von den Dichtern seiner Zeit inspirieren ließ wie Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, E.T.A. Hoffmann und Joseph von Eichendorff.
Auszüge aus den Werken dieser Dichter werden von herausragenden Sprechern wie Gerd Baltus, Maren Eggert, Stephan Schad und Jürgen Uter interpretiert. Am Klavier ist Giovanna Farigu zu hören.
Die klingenden Kinderszenen von Schumann geben den Takt an in einer romantischen Dichterlesung, einem klingend illustrierten Kaleidoskop von Kindheitsvorstellungen. Gerade durch das Nebeneinander des Ungleichen gewinnen Schumanns keineswegs kindliche Musik und die zitierten Kindheits-Texte an Eigengewicht und beleuchten sich gegenseitig in ihrer Unterschiedlichkeit. NDRkultur
Gerd Baltus, geboren 1932 in Bremen, arbeitet seit vielen Jahren als Schauspieler. Sein erstes Engagement erhielt er 1953 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, dem er unter Gustaf Gründgens drei Jahre lang angehörte. Es folgten Bühnenauftritte unter anderem in Bonn, Berlin und München, wo er Mitglied des Ensembles der Kammerspiele war. Er tritt in bekannten Fernsehserien wie "Der Alte", "Derrick", "Das Traumschiff" und "Tatort" auf. Gerd Baltus lebt in Hamburg.
Stephan Schad, geboren 1964 in Pforzheim, ist Schauspieler und hat in zahlreichen TV-Produktionen wie "Girlfriends", "Wolffs Revier", "Der Dicke", "Juls Freundin" und "Tatort" mitgewirkt. Engagements führten ihn unter anderem ans Schauspiel Frankfurt, Staatstheater Braunschweig, Nationaltheater Mannheim und Thalia Theater Hamburg. Derzeit gehört er zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Stephan Schad spricht neben Hörbüchern auch Rollen in zahlreichen Hörspielen und Features für den SWR, WDR, NDR und den Deutschlandfunk.
Maren Eggert, geboren 1974 in Hamburg, studierte Schauspiel an der Otto Falckenberg Schule in München. Nach Engagements in Zürich und Bochum war sie neun Jahre lang festes Ensemblemitglied am Hamburger Thalia Theater und gehört seit 2009 zum Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin. Sie ist außerdem in Kinofilmen wie "Das Experiment" und "Die Apothekerin" sowie in der Fernsehreihe "Tatort" als Psychologin Frieda Jung zu sehen. Maren Eggert erhielt unter anderem den Rolf-Mares-Preis, den Ulrich-Wildgruber-Preis und den Boy-Gobert-Preis.
Jürgen Uter, 1951 in Stuttgart geboren, studierte in München Theaterwissenschaft und besuchte die Neue Münchner Schauspielschule. Er spielte am Westfälischen Landestheater und am Theater Dortmund. Zudem ist er Autor von Bühnenstücken, Revuen und kabarettistischen Solo-Programmen sowie Talkmaster der Dortmunder Late-Night-Show "Uters Nachtlichter". Sein Ruhrgebietsschwank "Familie Schippanowsky" wurde unter anderem vom Hamburger Ohnsorg-Theater aufgeführt und in der ARD ausgestrahlt. Derzeit ist Jürgen Uter Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und spricht Hörbücher und Hörspiele.
Robert Schumann wurde 1810 als Sohn eines Buchhändlers und Verlegers in Zwickau geboren. Bereits mit sieben Jahren erhielt er Klavierunterricht. Früh zeigte sich seine musikalische Begabung. Als Jugendlicher verfasste er erste Kompositionen, aber auch Gedichte und Aufsätze. Prägend für ihn waren die romantischen Schriftsteller. 1840 heiratete Robert Schumann die Pianistin Clara Wieck. Das Paar hatte immer wieder mit Anfeindungen und Zerwürfnissen zu kämpfen, feierte aber auch große Erfolge. Psychisch krank starb Robert Schumann mit nur 46 Jahren in Endenich. Seine Sinfonien und Klavierstücke gehören zu den wichtigsten Kompositionen der Romantik.