Interpret: Viv Stanshall
Musik: Gary Brooker, Bill Bruford, Phil Collins, Julie Driscoll, Stéphane Grappelli, Jack Lancaster, Brian Eno, Alvin Lee, Jon Hiseman, Gary Moore, Cozy Powell, Robin Lumley, Manfred Mann, Chris Spedding, Keith Tippett
Gesamtspielzeit: 38:23
Diese Version von "Peter und der Wolf" rockt! Die musikalische Besetzung der CD liest sich wie ein "Who is Who" der Rock- und Popmusik: Phil Collins und Schlagzeuger-Legende Cozy Powell an den Drums, Roxy Music-Mitbegründer Brian Eno am Keyboard und Percy Jones ("Brand X") am Bass. Als Gitarristen sind unter anderem Gary Moore ("Thin Lizzy") und Blues-Größe Alvin Lee ("Ten Years After") dabei, Julie Driscoll ("Centipede"), Gary Brooker, der mit dem Song "A Whiter Shade Of Pale" Musikgeschichte schrieb, und Manfred Mann (Album "Somewhere in Africa") sind ebenfalls zu hören.
Jack Lancasters und Robin Lumleys Produktion nach Motiven von Sergej Prokofjew ist erstklassige Unterhaltung für ein Publikum quer durch die Generationen.
Das tatsächlich fehlte noch im Konzert der Interpretationen. 17 große Musiker des Genres rocken sich einen Wolf. Wie schön, dass Sprecher Viv Stanshall die Ruhe sanfter Komik bewahrt. Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Viv Stanshall, geboren 1945 in Shillingford / England, war Gründungsmitglied, Sänger und Frontmann der "Bonzo Dog Doo-Dah Band". Seine Stimme ist bekannt aus dem Werk "Turbular Bells" von Mike Oldfield. Viv Stanshall spielte mit Künstlern wie Steve Winwood und Jim Capaldi, veröffentlichte er mehrere Solo-Alben sowie erzählte Werke, unterhielt eine eigene Radioserie und schrieb Bühnenstücke und Drehbücher für den Film. Er starb 1995 in London.
Gary Brooker, geboren 1945 in Hackney / England, war Bandleader von "Procol Harum" und als Pianist und Organist verantwortlich für die bei Bach entlehnte Instrumentierung des Klassikers "A Whiter Shade Of Pale". Als Gastmusiker ist er auf Alben von Kate Bush, Eric Clapton und Paul McCartney zu hören.
Bill Bruford, geboren 1948 in Sevenoaks / England, war Mitglied der Art Rock-Formation "Yes", mit der er 1972 mit "Roundabout" einen Hit landete. Danach wechselte er zu "King Crimson" und trat mit seiner eigenen Band "Earthworks" auf. Mit Chris Botti und "Crimson"-Kollege Toni Levin veröffentlicht er auch Jazz-Alben wie "B.L.U.E. Nights".
Phil Collins, geboren 1951 in Chiswick / England, war Sänger von "Genesis" und Drummer der Jazzrock-Formation "Brand X". Als Solo-Künstler verkaufte er mehr als 100 Millionen Tonträger. Zu seinen bekanntesten Songs zählen "In the Air Tonight", "Mama", "Another Day In Paradise" und "Seperate Lives".
Julie Driscoll, geboren 1947 in London / England, begann bereits mit 15 Jahren als Sängerin aufzutreten. Als Mitglied der Band "Trinity" um Brian Auger gelangten ihr mehrere Erfolge, u.a. mit "This Wheel's On Fire", der heute als Titelmelodie zur Sitcom "Absolutely Fabulous" bekannt ist.
Stéphane Grappelli, geboren 1908 in Paris / Frankreich, war Jazz-Violinist. In den 1930er Jahren nahm er mit Django Reinhardt zahlreiche Platten auf. 1939 immigrierte er nach England. In den 50er und 60er Jahren nahm Grappelli mit allen großen Jazzmusikern Schallplatten auf oder ging mit ihnen auf Tournee. U.a. spielte er bei Duke Ellingtons Konzert "Violin Summit", dass mit Stéphane Grappelli, Stuff Smith, Svend Asmussen und Jean-Luc Ponty die damals vier größten Violinisten auf die Bühne brachte. 1996 nahm er sein letztes Album "Celebrating Grappelli" mit Michel Petrucciani auf. Ein Jahr später starb er in Paris.
Jack Lancaster war Gründungsmitglied der Rockband "Blodwyn Pig" und produzierte zusammen mit Robin Lumley die beiden Alben "Peter and the Wolf" und "Marscapes". Danach wechselte er zu der Band "Brand X", der auch Phil Collins angehörte. Jack Lancaster spielte mit Musikern wie Jimi Hendrix, Sid Vicious ("Sex Pistols") und Karlheinz Stockhausen und rief zusammen mit Mick Rogers, John G. Perry und Clive Bunker die Gruppe "Aviator" ins Leben.
Brian Eno, geboren 1948 in Woodbridge / England, ist Mitbegründer von "Roxy Music" , Solokünstler und Produzent. Seine Musik ist in Filmen wie "Trainspotting" und Alben wie David Bowies "Heroes" zu hören. Als Produzent zeichnet er für Erfolge wie "The Joshua Tree" von U2 verantwortlich. Heute komponiert Brian Eno Ambient-Musik und entwickelt neue Sounds und Stile.
Alvin Lee, geboren 1944 in Nottingham / England, war Frontmann der Blues-Formation "Ten Years After", spielte mit Stars wie George Harrison von den "Beatles", Ron Wood von den "Rolling Stones" und Mick Fleetwood von "Fleetwood Mac". Heute lebt er im Süden von Spanien und ist weiterhin musikalisch aktiv.
Jon Hiseman, geboren 1944 in Blackheath / England, ist Schlagzeuger. Er war Gründungsmitglied der Jazz-Rock-Formation "Colosseum". Später spielte er - u.a. mit seiner Ehefrau Barbara Thompson - in verschiedenen Bands und komponierte Musik für TV Serien. Hiseman ist in verschiedenen Musicals von Andrew Lloyd Webber als Drummer zu hören und tourt seit 1994 wieder mit "Colosseum".
Gary Moore, geboren 1952 in Belfast / Nordirland, spielte bei "Thin Lizzy" und ist auch als Solokünstler für Hardrock-Hits wie "Out In The Fields" bekannt. Seit Anfang der 90er Jahre ist er als Blues-Interpret mit Alben wie "Still Got The Blues" und "Blues For Greeny" erfolgreich.
Cozy Powell, geboren 1947 in Cirencester / England, spielte als Schlagzeuger vor allem in Hardrock- und Heavy-Metal-Bands wie "Black Sabbath" und "Ritchie Blackmore's Rainbow". Zwischenspiele gab er u.a. bei "Whitesnake" und Brian May ("Queen"). Cozy Powell starb 1998 bei einem Autounfall.
Robin Lumley begann seine Karriere als Live-Pianist von David Bowie. Bei Aufnahmen der Studioformation "The Soul Searchers" traf er mit Jack Lancaster zusammen und produzierte mit ihm zusammen die beiden Alben "Peter and the Wolf" und "Marscapes". Danach widmete sich Lumley der Band "Brand X", deren Urbesetzung mit Phil Collins, John Goodsall und Percy Jones bereits als Begleitband auf "Marscapes" zu hören war. Heute komponiert er Musik für Filme und TV-Serien.
Manfred Mann, geboren 1940 in Johannesburg / Südafrika, begann seine Karriere Anfang der 1960er Jahre mit Hits wie "Mighty Quinn". In den 1970er Jahren schuf er die Klassiker "Blinded By The Light" und "Davey's On The Road Again". Als einer der ersten Künstler verknüpfte er die Musik der südafrikanischen Townships mit der europäischen Rockmusik, wie auf seinem Album "Somewhere In Africa" aus den 1980er Jahren. Mit der "Earth Band" ist Manfred Mann auch heute noch aktiv.
Chris Spedding, geboren 1944 in Staveley / England, ist Rock'n'Roll- und Jazzgitarrist. Er veröffentlichte zahlreiche Soloalben und wirkte unter anderem bei Aufnahmen von Elton John, Marianne Faithfull, Tom Waits und "Roxy Music" mit. Als im Dezember 1974 der Gitarrist Mick Taylor die Rolling Stones verließ, sollte Chris Spedding sein Nachfolger werden, lehnte das Angebot jedoch ab.
Keith Tippett, geboren 1947 in Bristol / England, ist Jazz-Pianist. Er begann mit seiner Jazz-Band "Centipede" und spielte auf den ersten drei "King Crimson"-Alben. Heute arbeitet er als Komponist und tritt als Musiker solo und mit unterschiedlichen Formationen auf.