© Udo Leitner
Michael Köhlmeier, geboren 1949 in Hard am Bodensee, studierte Germanistik und Politikwissenschaft sowie Philosophie und Mathematik. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Rauriser Literaturpreis, den J.-P.-Hebel-Preis, den Manès-Sperber-Preis und den Anton-Wildgans-Preis. In Österreich erlangte er mit seinen Nacherzählungen von Sagen des klassischen Altertums größte Popularität.
Der Schriftsteller Sebastian Lukasser kennt die junge Madalyn seit ihrem fünften Lebensjahr. Sie wohnt einen Stock tiefer. Er ist ihr Lebensretter und Schutzengel, dem sie Dinge anvertrauen kann, die ihre Eltern nicht verstehen würden.
Das Schwein Belladonna zieht, dem Schlachthof entronnen, mit dem Plan in die Welt, den großen Tanz zu erleben.
Alter Rhein. Zwei Männer spazieren am Ufer entlang, ins Gespräch vertieft. Es ist Winter, die Seitenarme des Flusses sind zugefroren, doch der Föhn spielt Frühling, es taut. Die beiden sehen einen Hund über das Eis auf sie zulaufen. Plötzlich bricht er ein.
Carl Jacob Candoris - Mathematiker, Weltbürger, Dandy und Jazz-Fan - ist fünfundneunzig, als er seine Lebensbeichte ablegt. Aufschreiben soll sie der Schriftsteller Sebastian Lukasser, Sohn des Gitarristen Georg Lukasser, den Candoris in den Jazz-Kellern im Wien der Nachkriegsjahre kennengelernt hat.
Wer kennt sie nicht, die endlosen Telefonate nach Mitternacht und die Sehnsucht nach einem, der zuhört.