Interpret: Matthias Brandt
Gesamtspielzeit: ca. 300 Min.
Die Roaring Twenties sind auf ihrem Höhepunkt angelangt, schon wirft die Große Depression ihre Schatten voraus. Doch von dem drohenden Ende der Sause will man bei den Jacks noch lange nichts wissen. Mit seiner Innenansicht einer New Yorker Luxusadresse - von der Dachterrasse bis hinab in den Untergrund, von wo aus die Subway feine Vibrationen durchs Gebäude schickt, - zeichnet Wolfe das Panoptikum einer faszinierenden Stadt und einer faszinierenden Epoche.
Der Deutsche Hörbuchpreis-Gewinner "Matthias Brandt ist im wahrsten Sinne ein ausgezeichneter Schaupieler und Hörbuchsprecher." hörBücher
Das gleichnamige Buch ist im Manesse Verlag erschienen.
Im Nachlass von Thomas Wolfe fand sich diese furiose Gesellschaftssatire, die in New York um das Jahr 1928 spielt. Wolfe konnte den Text, in dem eine Menge Kraft steckt, nicht mehr überarbeiten - er starb an Tuberkulose. Kurz vor dem Börsenkrach feiern die Jacks eine große Party, die wilder und schräger nicht sein kann. Matthias Brandt liest den Text, als sei er dabei gewesen. Jury der hr2 Hörbuch-Bestenliste
Thomas Wolfe (1900 - 1938) wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Asheville, North Carolina, auf. Dank seiner Hochbegabung begann er im Alter von 15 Jahren ein Studium an der University of North Carolina at Chapel Hill, später wechselte er an die Harvard University. Von 1924 - 1929 arbeitete er als Dozent für amerikanische Literatur und Englisch am Washington Square College der Universität New York. Diese Tätigkeit beendete Wolfe jedoch, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. 1929 debütierte er mit dem Roman "Schau heimwärts, Engel", der weltweit Anerkennung fand. Sechs Mal unternahm er Reisen nach Europa, unter anderem während der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin, weshalb er auch in Deutschland Bekanntheit erlangte. Im Alter von 37 Jahren verstarb Wolfe an Tuberkulose.
Matthias Brandt wurde 1961 als jüngster von drei Söhnen des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner zweiten Ehefrau Rut geboren. Er studierte Schauspiel an der "Hochschule für Musik und Theater Hannover" und arbeitete anschließend unter anderem am Staatstheater Wiesbaden, dem Bayerischen Schauspielhaus, dem Renaissance-Theater Berlin und dem Schauspielhaus Zürich. Seit dem Jahr 2000 ist Matthias Brandt auch regelmäßig in TV-Rollen zu sehen. So spielte er 2003 in dem Film "Im Schatten der Macht", der von den letzten Tagen vor dem Rücktritt Willy Brandts vom Amt des Bundeskanzlers handelt. Seit 2010 steht er als Münchner Kommissar in der Krimireihe "Polizeiruf 110" vor der Kamera. Zahlreiche Preise konnte Brandt bereits entgegen nehmen, zum Beispiel den Bayerischen Fernsehpreis und die Goldene Kamera als Bester Schauspieler. Für seine Tätigkeit als Hörbuchsprecher wurde er 2010 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. Matthias Brandt ist verheiratet und hat eine Tochter.