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Auf dem Cover ist eine im Hintergrund eine Straße mit Kopfsteinpflaster zu sehen, links und rechts von ihr stehen Häuser.

CD • ISBN 978-3-8337-4007-7

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Draußen vor der Tür
3:03 min. - 192 KBits/s

Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür

Interpret: Inge Meysel, Hans Quest, Gustl Busch, Hans Paetsch, Marianne Kehlau, Herbert Steinmetz, Fritz Wagner, Erna Nitter, Inge Stolten, Hans-Günter Martens, Kurt Meister, Albert Florath, Carl Voscherau, Wolfgang Wahl

Musik: Werner Haentjes

Gesamtspielzeit: 01:19:03

Das Kriegsheimkehrer-Drama "Draußen vor der Tür" schrieb Wolfgang Borchert innerhalb von acht Tagen, wohl Ende 1946. Als der Nordwestdeutsche Rundfunk es als Hörspiel am 13. Februar 1947 ausstrahlte, wurde das Drama zum überwältigenden Publikumserfolg - für Borchert und für das noch junge Radio der Nachkriegszeit. Am 21. November 1947 wurde das Stück an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt, einen Tag nach dem Tod des Autors, der nur 26 Jahre alt wurde. Mit dem Frontsoldaten Beckmann, der aus der russischen Kriegsgefangenschaft heimkehrt und im zivilen Leben nicht wieder Fuß fassen kann, identifizierte sich eine ganze Generation. Beckmann wird von seiner Frau verjagt und auch die Elbe, in die er sich stürzt, will ihn nicht haben... Borchert hatte die Rolle des Beckmann dem Schauspieler Hans Quest auf den Leib geschrieben.

Der NDR inszenierte mit ihm 1952 das Stück neu, besetzte Hans Paetsch als Erzähler, Gustl Busch als Elbe und Inge Meysel als Frau Kramer - und setzte mit diesem Meisterstück der Hörspielkunst Maßstäbe.

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Pressestimmen:

Die dichte Inszenierung von Ludwig Cremer mit dem dezenten Jazzsoundtrack von Werner Haentjes und den Charakter­stimmen von Hans Quest, Hans Paetsch oder der jungen Inge Meysel machten die nüchterne Poesie Borcherts zum gespensti­schen Hörfilm von leider zeitloser Brisanz.
kulturtipp (Frank von Niederhäusern)

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Unsere Tipps für Sie:

  • Das Cover ist ein Ölgemälde von Franz Marc, auf dem eine rot-orange-braune Katze hinter einem blauen Baum liegt.
    Mein stilles Lied
  • Das Cover zeigt ein Öl-Gemälde mit weitem, wolkigem Himmel. Am unteren Bildrand ist ein goldgelbes Feld zu sehen.
    An die Schönheit
  • Das Cover zeigt links den jungen Tucholsky, rechts ist eine Häuserfront zu sehen.
    Zwei Seelen
  • Auf dem Cover ist die Illustration eines Löwen zu sehen, der auf den Betrachter zu läuft.
    Die Räuber (MP3)
  • Auf dem Cover ist die Ilustration einer Frau und eines Mannes zu sehen. Die Frau stößt den Mann mit beiden Händen von sich.
    Das Fräulein von Scuderi
  • Auf dem Cover ist ein Portrait Johann Wolfang von Goethes zu sehen.
    Es schlug mein Herz. Geschwind, zu Pferde!
  • Auf dem Cover ist eine Wiese abgebildet, auf der zwei Mohnblüten blühen.
    Romeo und Julia auf dem Dorfe
  • Produktabbildung: Dann gibt es nur eins!
Erzählungen, Gedichte und ein Manifest
    Dann gibt es nur eins!
  • Auf dem Cover ist die Illustration eines blattlosen Baumes abgebildet, der am rechten Bildrand steht und dessen Äste in die Mitte ragen. In der Bildmitte ist eine Fledermaus zu sehen, die auf den Betrachter zufliegt.
    Dracula (MP3)
  • Auf dem Cover ist ein Portraitfoto von Franz Kafka abgebildet
    Der Prozess (MP3)
Das Foto zeigt Wolfgang Borchert

© Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Creative Commons Lizenz Namensnennung 4.0 International

Wolfgang Borchert

Wolfgang Borchert wurde am 20. Mai 1921 in Hamburg geboren. Schon in seiner Jugend schrieb er zahlreiche Gedichte, wollte jedoch Schauspieler werden. Der Krieg unterbrach seine Schauspielausbildung - Borchert wurde 1941 eingezogen. An der russischen Front wurde er schwer verwundet und zog sich Infektionen zu. Wegen seiner Kritik am nationalsozialistischen Regime wurde er außerdem mehrfach verurteilt und inhaftiert. Nach dem Krieg kehrte Borchert mit stark zerrütteter Gesundheit - er litt u. a. an einer Leberschädigung - nach Deutschland zurück, wo er nicht mehr als Schauspieler arbeiten konnte. Er widmete sich dem Schreiben. Zwischen Januar 1946 und September 1947 entstanden zahlreiche Kurzgeschichten und das Drama "Draußen vor der Tür". Während eines Kuraufenthalts in der Schweiz starb er mit 26 Jahren an den Folgen seiner Lebererkrankung.

Das Foto zeigt Inge Meysel

© dpa Picture Alliance

Inge Meysel

Inge Meysel wurde 1910 als Tochter eines jüdischen Kaufmanns und seiner dänischen Frau in Berlin geboren. Sie stand bereits mit drei Jahren in der Oper "Hänsel und Gretel" als Engel auf der Bühne und gab 1930 ihr Debüt in Penzoldts "Etienne und Luise" in Zwickau. Von 1933 bis 1945 hatte Inge Meysel als "Halbjüdin" Auftrittsverbot. 1945 nahm sie das Theaterspielen am Thalia Theater in Hamburg wieder auf. Seit den 60ern spielte Inge Meysel vor allem in Fernsehproduktionen wie "Die Unverbesserlichen" oder "Polizeiruf 110" mit. Durch ihre Rolle als Portierfrau in "Fenster zum Flur" wurde sie auch als "Mutter der Nation" bezeichnet. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Goldene Kamera und den Deutschen Fernsehpreis. Inge Meysel starb 2004 in Seevetal-Bullenhausen.

Das Foto zeigt Hans Quest

© akg-images

Hans Quest

Hans Quest, 1915 in Herford geboren, war ein deutscher Schauspieler und Regisseur. Er absolvierte seine Ausbildung an der Schauspielschule des Berliner Staatstheaters und stand unter anderem in Wuppertal, Hamburg und München auf der Bühne. Wolfgang Borchert widmete Hans Quest sein Stück "Draußen vor der Tür". Durch die Rolle des Kriegsheimkehrers Beckmann wurde der Schauspieler berühmt. Hans Quest starb 1997 in München.

Gustl Busch

Gustl Busch, 1910 in Hamburg geboren, stand am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf der Bühne und spielte nach dem Zweiten Weltkrieg auch in zahlreichen Filmen und Hörspielen wie "Du kannst mir viel erzählen" oder "Faust" mit. Sie starb 1969 in Hamburg.

Das Foto zeigt Hans Paetsch

© Jumbo Verlag

Hans Paetsch

Hans Paetsch, geboren 1909 in Montreux-Vieux im Elsass, war Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher. Seine Theaterlaufbahn begann Anfang der dreißiger Jahre bei den Marburger Festspielen. Es folgten Engagements an zahlreichen deutschen Bühnen, unter anderem arbeitete er 28 Jahre lang als Schauspieler und Regisseur am Thalia Theater in Hamburg. Hans Paetsch spielte in Filmklassikern wie "Das Herz von St. Pauli", "Hunde, wollt ihr ewig leben?" und "Natürlich die Autofahrer". Zudem arbeitete er als Rezitator beim Rundfunk sowie als Sprecher beim Film und Fernsehen. Seine Stimme ist im Prolog der TV-Serie "Kampfstern Galactica" und des Kinofilms "Lola rennt" zu hören. Hans Paetsch starb 2002 in Hamburg.

Werner Haentjes

Werner Haentjes wurde 1923 in Bocholt geboren und war Komponist und Dirigent. Er studierte an der Hochschule für Musik in Köln Komposition. Seit den 50er Jahren arbeitete er für den WDR und war musikalischer Leiter am Kölner Schauspielhaus. Neben Opern komponierte er Film- und Hörspielmusik. Werner Haentjes starb 2001 in Köln.

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