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Hilde DominMargarete von Schwarzkopf

Antillengeschichten

  • Format: Buch
  • Maße: 138x 215 mm
  • Seitenzahl: ca. 144 Seiten
  • Ausstattung: Hardcover
  • ISBN: 978-3-8337-4527-0
  • Blick ins Buch

Antillengeschichten

Erstveröffentlichung des Erzählbands mit atmosphärischen und ausdrucksstarken Illustrationen von Ulrike Möltgen und einem Nachwort von Margarete von Schwarzkopf.

In frühen Erzählungen schildert Hilde Domin (1906-2006) ihre Erfahrungen im karibischen Exil in den 1940er Jahren. Die acht Geschichten berichten von heiteren und skurrilen Situationen ebenso wie von den Vorurteilen gegenüber dem Unbekannten, die die Begegnung zwischen den Kulturen begleiten.

Ein besonderer Fund aus Hilde Domins Nachlass: In den 1940er Jahren, noch bevor Hilde Palm (geb. Löwenstein) in Deutschland als "Dichterin der Rückkehr" unter ihrem Autorennamen Domin bekannt wurde, hatte sie einen Zyklus aus acht Erzählungen verfasst, in dem sie ihre Exilerfahrungen in der Dominikanischen Republik schilderte. Trotz ihrer Bemühungen - ja sogar einer eigenständigen Übertragung der Erzählungen ins Englische, konnte die damals noch unbekannte Autorin während der Kriegsjahre keinen Verlag für die Antillengeschichten finden. Nachdem sie sich, zurück in Deutschland, als Lyrikerin etabliert hatte, erschienen nur einzelne Geschichten in Zeitungen oder Sammelbänden. Hilde Domins erstmals veröffentlichte Erzählungen zeigen, dass die Begegnung zwischen den Kulturen heitere und skurrile Situationen hervorbringt, aber auch von Vorurteilen gegenüber dem Unbekannten begleitet wird. Umso deutlicher wird, dass wir uns trauen müssen, uns einander anzunähern, uns zu verständigen und aneinander zu wachsen - damals wie heute. Der Band ist hochwertig ausgestattet, jede Erzählung wird von großformatigen Illustrationen begleitet.

Herausgegeben werden Hilde Domins Antillengeschichten von Denise Reimann und Carla Swiderski, künstlerisch illustriert von Ulrike Möltgen. Das Nachwort verfasst Margarete von Schwarzkopf.

Künstler*innen

Hilde Domin wurde 1909 in Köln geboren. Sie studierte Jura, Philosophie und Nationalökonomie. Ein Auslandsstudium führte sie und ihren späteren Mann 1932 nach Italien. Die Rückkehr nach Deutschland war ihr aufgrund ihrer jüdischen Herkunft nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verstellt. 1939 floh das Paar zunächst nach England, dann weiter in die Dominikanische Republik. Nach 22 Jahren im Exil kehrte sie 1954 nach Deutschland zurück. Bekannt unter ihrem an das Exilland angelehnten Autorinnenamen Domin, wurde sie zu einer der bedeutendsten Lyrikerinnen der Nachkriegszeit. Sie verstarb 2006 in Heidelberg.

Margarete von Schwarzkopf ist Journalistin, Autorin, Redakteurin und Moderatorin. Sie empfiehlt seit Jahrzehnten Literatur im NDR und in anderen Medien. Sie kannte Hilde Domin persönlich. Ihr Vater, Schriftsteller und Politiker, musste auch Erfahrungen mit dem Leben im Exil machen.

Ulrike Möltgen, 1973 geboren, hat Kommunikationsdesign studiert und bei Wolf Erlbruch ihr Diplom gemacht. Sie lehrte als Dozentin an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Heute lebt sie als Illustratorin und Designerin in Wuppertal. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgestellt und ausgezeichnet, unter anderem mit demGerman Design Award.

Pressestimmen

Es sind sehr persönliche Geschichten mit sehr viel Humor, aber auch leiser Melancholie, denn als Emigrant so weit fort von der Heimat zu leben, ist immer eine Herausforderung.

domradio, Margarete von Schwarzkopf

Die Prosatexte zeigen bereits Domins prägnante Sprache und ihre virtuose Schlichtheit, die ihren späteren Gedichten eigen waren. Sie sind die frühen Zeugnisse einer aufstrebenden Schriftstellerin, die erst in der zweiten Lebenshälfte zur anerkannten Dichterin wurde

literaturkritik.de, Manfred Orlick

Das Büchlein mit den acht Erzählungen hat mir sehr gut gefallen. Es ist verständlich, einfühlsam, bildgewaltig und gut lesbar geschrieben. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. An manchen Stellen hat es mich nachdenklich gemacht. Es zeigt auf, dass sich vieles von damals zu heute nicht verändert hat. Die Botschaften, die darin mit versteckt sind, kamen bei mir an. Die wunderbaren Illustrationen runden das Ganze noch sehr schön ab. Lesens- und empfehlenswert.

Sonja Tauber, Rezensentin auf NetGalley

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