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Anne-Marie Garat

Erinnerung und Lüge

  • Verfügbar als:
    • Buch
    • eBook
  • Maße: 121 x 203 mm
  • Seitenzahl: 546 Seiten
  • Ausstattung: Hardcover mit SU
  • ISBN: 978-3-8337-4426-6
  • Leseprobe

Erinnerung und Lüge

Anfang der 1980er reist eine junge Wissenschaftlerin nach Ostfrankreich, vorgeblich für Studien. Mit dem Dorf Mauduit verbindet die Protagonistin auch eine verstörende Kindheitserinnerung. Eine Exkursion wird nie durchgeführt - aber die Protagonistin taucht auf anderem Wege tief in die Vergangenheit Mauduits ein, nämlich durch die Erzählungen der alten Lottie, die als letzte Bewohnerin eines verwunschenen Herrenhauses die Geschichte der Familie Ardenne hütet. Lottie gewährt der Protagonistin Kost und Logis, im Gegenzug muss die junge Frau ihrer Gastgeberin allabendlich am Kamin Gesellschaft leisten, während diese die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner*innen erzählt. Die Wissenschaftlerin wird allmählich in den Bann des Ortes gezogen und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte animiert. Wiederholt kehrt sie nach Mauduit zurück, um mit Lottie den Quellen der Geschichten auf den Grund zu gehen.

Ein atemberaubender Generationenroman, der die Kunst des Erzählens ins Literarische überführt und wie nebenbei europäische Geschichte mit ihren kolonialen Verstrickungen vermittelt. Ein Leseerlebnis, das die Grenze zwischen Erinnerung und Lüge abtastet.

Der modern erzählte Familienroman mit starken Frauenfiguren demonstriert die einzigartige Erzählkunst der großen französischen Literatin Anne-Marie Garat.

Künstler*innen

Das Portrait zeigt Anne-Marie Garat. Stiftung Genshagen René Arnold

Anne-Marie Garat, geboren 1946 in Bordeaux, arbeitete nach ihrem Studium in Paris als Dozentin für Film und Fotografie und seit Anfang der 80er-Jahre auch als Autorin. Insgesamt hat sie gut 30 Werke veröffentlicht und wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet: Für Aden erhielt sie den Prix Femina und den Prix Renaudot des Lycéens, für Les mal famées den Prix Marguerite-Audoux und für Der große Nordwesten den Franz-Hessel-Preis. Erinnerung und Lüge ist ihr neunter Roman. Garat verstarb am 26. Juli 2022 in Paris.

Barbara Heber-Schärer, geboren 1945, lebt in Basel. Sie arbeitet seit 1990 als Lektorin und Übersetzerin, unter anderem von Emmanuel Bove, Paul Ricoeur, Claude Lanzmann, Joseph Czapski, Leslie Kaplan und Michèle Desbordes.
Heber-Schärer und Claudia Steinitz haben bereits an mehreren Übersetzungsprojekten erfolgreich zusammengearbeitet.

Porträt der Übersetzerin Claudia Steinitz Claudia Steinitz

Claudia Steinitz, 1961 in Berlin geboren, studierte Romanistik und übersetzt seit 30 Jahren französischsprachige Literatur u. a. von Virginie Despentes, Claude Lanzmann, Albertine Sarrazin und Véronique Olmi. Für ihre Arbeit wurde sie unter anderem mit dem Johann-Friedrich-von-Cotta-Übersetzerpreis und dem Jane-Scatcherd-Preis ausgezeichnet. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Übersetzervereinigung Weltlesebühne.

Pressestimmen

Jedes Buch von Anne-Marie Garat ist ein Glaubensbekenntnis an die Zauberkraft der Literatur und die "schamanistische" Macht der Worte. Unter dem Deckmantel einer weitverzweigten Familiensaga hinterfragt die Autorin den Ursprung von Geschichten und die Art, wie sie von einer Person zur nächsten weitergegeben werden, während sie womöglich den Werdegang dieser Menschen ebenso wie deren Zukunft zu verändern vermögen. Obwohl diese Frage im Roman unbeantwortet bleibt, ist die Versuchung, dem Verlauf dieser Quelle mit Anne-Marie Garat zu folgen, viel zu groß, um ihr nicht nachzugeben.

Le Monde

Dieser große Roman ist nichts, was man mit einem Mal verschlingt. Er ist zum Genießen, und man kehrt zu ihm zurück, als würde man auf den Spuren seiner Kindheit wandeln.

La Vie

Eine unermüdliche Geschichtenerzählerin: Anne-Marie Garat ist unsere Scheherazade. Gefällt uns sehr.

Télérama

Anne-Marie Garat gehörte zu den erfolgreichsten Erzählerinnen ihrer Generation.

Frankreich Magazin, Ralf Johnen

Wow, in diesem Buch steckt so viel drin! Was für eine Erzählkunst, denke ich, und merke dann, wie ich ganz nebenbei auch etwas über europäische Geschichte und ihren kolonialen Verstrickungen gelernt habe.

moka magazin

Anne-Marie Garat weiß sehr atmosphärisch zu erzählen. Besonders gefallen haben mir ihre Landschaftsbeschreibungen der Franche-Comté und des Jura-Gebirges: Ich habe die Wälder rauschen hören, habe die sprudelnden Bäche zwischen dem Kalkgestein gesehen und hatte so manches abgelegene Landhaus vor Augen. Wunderbar! ... Ein Roman, der mich auf eine spannende Reise mitgenommen hat: Von der Franche-Comté und anderen Regionen Frankreichs bis in die weite Wildnis von Kanada - und über mehrere Generationen von Familien hinweg.

nachfrankreich.de, Britta Lehna

Die Autorin schreibt sprach- und wortgewaltig, malt mit langen, verschachtelten, überwältigenden Sätzen ein nahezu berauschendes Bild von Menschen und ihren Empfindungen, von Orten und Landschaften.

Der Evangelische Buchberater, Anne Rank

Ich fand die Geschichte fesselnd und detailreich mit sehr interessanten Figuren und einer Familiengeschichte und - geheimnissen, die einen mitreißen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm und auch das Cover finde ich gelungen. Die Geschichte ist einzigartig, deshalb empfehle ich sie gerne weiter.

Steffi G., NetGalley

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